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  • Aktualisiert am 29.10.2020

Zoom-Clients erhalten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

In der Vergangenheit war es für Geschäftsreisende keine Seltenheit, Hunderte Kilometer für ein einziges Treffen auf sich zu nehmen. Wegen Corona bleiben die meisten Menschen einfach vor ihren Computern oder Laptops sitzen und winken ihren Kollegen und Kunden in den Videokonferenzen zu.

Das Modell hat in jedem Fall Zukunft: Auch nach der Corona-Krise werden Online-Meetings viele Geschäftsreisen und weitere geschäftliche Treffen vor Ort ersetzen.

Mehr Sicherheit durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung | © Adone Stock - Kateryna

Der Boom von Zoom

Videokonferenzen, Content-Sharing und Echtzeit-Messaging über Zoom stehen zur Corona-Zeit besonders hoch im Kurs. Neben Hunderten Millionen privater Nutzer verwenden unzählige Geschäftskunden das beliebte Videokonferenz-Tool und bezahlen für den Dienst bis zu 18,99 Euro pro Monat.

Laut Zoom hat sich die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2020 verdreifacht! Beachtlich: Alleine im April 2020 wurden knapp 300 Millionen Zoom-Videokonferenzen täglich durchgeführt. Im Dezember 2019 waren es zum Vergleich "nur" 10 Millionen.

Sicherheit geht vor

Aufgrund mehrerer Datenschutz- und Sicherheitsmängeln stand das US-amerikanische Unternehmen Zoom mit Sitz in San José, Kalifornien in der Kritik und reagierte mit mehreren Sicherheitsupdates. Nach einer langen Ankündigungsphase können die Nutzer von Zoom weltweit Videokonferenzen mit einer sicheren E2EE (end-to-end encryption) führen.

Aktuell sind die Ende-zu-Ende-Verschlüsselungen für die Windows- und Macintosh-Versionen von Zoom, für Zoom Rooms und für die Android-Apps verfügbar. Eine entsprechende Erweiterung für den Linux-Client ist ebenfalls geplant.

Zoom-Videokonferenzen mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Seit Ende Oktober 2020 gibt es bei Zoom endlich die lang gewünschten Ende-zu-Ende-Verschlüsselungen. Jedoch müssen die Nutzer die wichtige Sicherheitsfunktion manuell aktivieren. Darüber hinaus ist die E2EE nicht mit allen Zoom-Funktionen kombinierbar.

Standardmäßig werden die Videokonferenzen mit einer 256-Bit-AES-GCM-Verschlüsselung gesichert. Diese kommt ebenfalls bei der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zum Einsatz. Die Schlüssel (Keys) liegen jedoch nicht mehr bei Zoom, sondern beim jeweiligen Gastgeber und dieser verteilt sie via Public-Key-Kryptographie an die Zoom-Teilnehmer. Diese können die Schlüssel zur Sicherheit sogar untereinander abgleichen.

Laut eigenen Aussagen hat das Unternehmen Videokonferenzen mit maximal 1.000 Teilnehmern und aktivierter Ende-zu-Ende-Verschlüsselung getestet und konnte dabei keine Performanceverluste feststellen.

Diese E2EE-Einschränkungen gibt es

Videokonferenzen mit aktivierter E2EE lassen sich nicht mehr aufzeichnen, denn sonst würden sie ja in einer Cloud landen. Viele (ältere) Telefonanlagen sind nicht mit der modernen Sicherheitstechnik kompatibel.

Aus diesen beiden Gründen hat sich Zoom dagegen entschieden, die Verschlüsselungsoption als Standard einzustellen. Generell können Administratoren die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für jeden Teilnehmer zulassen oder blockieren.

In nächster Zeit (um den Jahreswechsel herum), will Zoom eine weitere Sicherheitstechnik namens "Single-Sign-on" einführen. Durch diese einmalige Authentifizierung werden die Zoom-Videokonferenzen in Zukunft noch sicherer.

Welche Zoom-Version darf es sein?

Bei Viewnit findest du so gut wie jede Art von Software und Zoom ist natürlich nicht die einzige Videokonferenzsoftware. Die meisten Programme sind in mehreren Editionen erhältlich. Von Zoom gibt es mittlerweile 3 Versionen.

Zoom - Versionen & Pakete

Name
Bewertung
Preis
Zoom
Zoom
Business
(0 Bewertungen)
  • Linux
  • Apple Mac OS X
  • Microsoft Windows
ab
158,25
pro Monat
183,57 EUR
(inkl. 16% USt.)
Zoom
Zoom
Pro
(0 Bewertungen)
  • Linux
  • Apple Mac OS X
  • Microsoft Windows
ab
11,66
pro Monat
13,53 EUR
(inkl. 16% USt.)
Zoom
Zoom
Basic
(0 Bewertungen)
  • Linux
  • Apple Mac OS X
  • Microsoft Windows
kostenlos
-

Bei allen Zoom-Versionen kommt eine starke 256-Bit-AES-Verschlüsselung zum Einsatz. Alle Videokonferenzprogramme laufen auf Windows-, Macintosh- und Linux-Computern. Darüber hinaus gibt es Zoom-Apps für Android- und iOS-Smartphones sowie Tablets.


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